Menhir

(Niederbreton./kelt. men, Stein, hir, lang), hochragender Steinblock zum Gedenken an ein wichtiges Ereignis oder eine verstorbene Persönlichkeit, auch Monolith (griech. monos, einzeln, lith, Stein) genannt. Solche bis zu 20 m hohe Steine gehören wie die Dolmen, Ganggräeber, Galeriegräber und Steinkisten zur weltweit verbreiteten Megalithkultur und ihren ausgedehten Totenkult. Sie bezeugen, dass die Frage nach dem Tod und einem jenseitigen Leben eine Macht ist, die zu den gewaltigsten gehört, die das Leben der Menschen und der Völker in der Geschichte bestimmen. Mit den senkrechten Steinsetzungen in der Bretagne, in England und Irland verbanden sich in der späteren Zeit zahlreiche Vorstellungen. Sie stehen entweder allein (Menhire), sind zu einen Kreis geordnet (Cromlech) oder in langen Reihen aufgestellt (Stonehenge, England). Die ersten M.e gehören dem zweiten vorchristlichen Jahrtausend an. Vgl. Megalith.

Lit.: Nölle, Wilfried: Völkerkundliches Lexikon. München: Goldmann, 1959.
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