Menéndez, Josefa

(* 04.02.1890 Madrid; † 29.12.1923 Kloster Les Feuillants zu Poitiers), spanische Visionärin, Dienerin Gottes, Mystikerin.
Als Schneiderin verdiente M. den Unterhalt für ihre kranken Eltern. Durch Kontakt mit dem Jesuiten Josè M. Rubio Peralta (heilig 2003) kümmerte sie sich seelsorglich um eine Gruppe junger Arbeiter. 1920 Eintritt (als Postulantin) in die Ges. der Ordensfrauen vom Hlst. Herzen Jesu in Les Feuillants. Als Sühneopfer empfing sie Botschaften der göttlichen Liebe und hatte Erscheinungen Mariens. M. stand in Beziehung mit Seelen im Purgatorium, erlitt aber auch massive dämonische Verfolgungen (Quälereien, Teufelsvisionen, Abstiege zur Hölle). Unter Betreuung durch zwei Theologen und Msgr. De Durfort, Bischof von Poitiers, schrieb sie ihre mystischen Dialoge nieder. Daraus verfasste die spätere Oberin von Sacré-Coeur (Mère de Lescure) die „Botschaft“. 1938 ermunterte Papst Pius XII. zu einer Veröffentlichung von Auszügen aus der Schrift LʼAppeI à lʼAmoıır (in 15 Sprachen übersetzt).

Lit.: Die Liebe ruft: Botschaft des Herzens Jesu an die Welt und ihre Künderin Sr. Josefa Menéndez. Mit einer Einleitung v. H. Monier-Vinard SJ. Freiburg, CH: Kanisius Verlag, 1950; Pillet, P.: Les plus bel amour du monde. J.M., témoin de cet amour. Paris, 1971.
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