Melismos

In Konstantinopel kam es nach Überführung des Grabttuches Christi 944 zu einer neuen Form der Eucharistiefeier, Melismos (griech., der Zerteilte, Fraktion des Brotes) genannt. Man brachte dabei einen Leib Brot in einem Kelch (Kylix) in Form einer Schale mit einem Tuchbild vom Kinde Jesu zum Altar. Dann wurde das Tuch weggenommen und das Brot mit einer kleinen Lanze zerteilt. Beim Empfang des Leibes, bei der Kommunion, wandelte sich das Jesuskind symbolisch in den erwachsenen Jesus des letzten Abendmahls und der Kreuzigung. Diese Symbolik wurde von Edessa übernommen.

Lit.: Resch, Andreas: Die Wahren Weltwunder (Reihe R; 8). Innsbruck: Resch, 2013.
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