Mediales Schreiben

Beim medialen Schreiben nimmt die medial veranlagte Versuchsperson einen Bleistift unmittelbar in die Hand und wartet darauf, dass ihr Arm zu Schreibbewegungen angeregt wird. Bei erfolgreichem Ablauf spürt sie nach einiger Zeit (die Minuten, Tage oder Wochen dauern kann) in Arm und Hand ein Ziehen und den Drang zu einer Schreibbewegung. Hand und Bleistift bewegen sich meist zunächst nur zögernd und unregelmäßig und gehen allmählich zu spiralförmigen Schreibbewegungen über. Langsam bilden sich noch schlecht lesbare Schriftzüge aus, die nach einiger Zeit immer besser werden.
Ein bekanntes Medium auf diesem Gebiet war der Brasilianer Carlos Mirabelli (1889-1951), der neben dem medialen Schreiben, das bei ihm in Volltrance und mit großer Geschwindigkeit vonstattenging, auch das mediale Sprechen beherrschte, und zwar in 26 verschiedenen Sprachen und Dialekten, darunter solche aus Afrika und dem fernen Osten. In dem von R. Mikulasch herausgegebenen Buch O medium Mirabelli sind mediale Schriften von Mirabelli u.a. in Japanisch, Arabisch und Hebräisch wiedergegeben, drei auch in Englisch, Französisch und Deutsch, und zwar von einer Wesenheit verfasst, die sich als R. Scaciotto ausgab. Alle drei behandeln dasselbe Thema.

Lit.: Mikulasch, R. (Hrsg.): O Medium Mirabelli. Santos/Brasilien, 1926.
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