Mechthild von Hackeborn

Auch Mechthild von Helfta (* 1241 auf der Burg Helfta bei Eisleben; † 19.11.1299 im Kloster Helfta), Zisterzienserin, Mystikerin, Leiterin des Klosters von Helfta. Ihre Visionen wurden ab 1292 von ihren Mitschwestem aufgezeichnet (Liber specialis gratiae). M. wurde auch ohne förmlichen Prozess schon bald als Heilige verehrt (Fest: 19. November).
Sie entstammte dem ostsächsischen Adelsgeschlecht von Hackeborn, kam im Alter von sieben Jahren als Klosterschülerin in das 1229/1234 auf mansfeldischem Grundbesitz gegründete Zisterzienserinnenkloster Rossdorf und wurde zunächst ihrer älteren Schwester Gertrud von Hackeborn, die später kanonisiert wurde, zur Erziehung übergeben. 1258 wurde das Kloster auf das Anwesen ihrer Familie nach Helfta verlegt, wo M. nicht zuletzt aufgrund ihrer musikalischen Begabung und ihrer schönen Stimme zur Chorleiterin wurde. Später hatte sie das Amt der Novizenmeisterin und die Leitung der Klosterschule inne.
Sie verfasste mehrere Gebete und trug durch ihre Visionen zur Entwicklung der Herz-Jesu-Frömmigkeit bei. M. starb im Alter von 58 Jahren.

Lit.: Der heiligen Mechtildis, Jungfrau aus dem Orden des heiligen Benediktus, Buch besonderer Gnade. Aus dem Lateinischen nach der Ausgabe der Benediktiner von Solesmes von J. Müller. Regensburg: Manz, 1880.
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