Luzernar

Auch Lucernar(ium) oder Lichtfeier genannt (von lat. lucerna, Öllampe, Leuchte), gottesdienstliches Element, das im rituellen Entzünden des Lichts bei Einbruch der Dunkelheit besteht, begleitet von Gebeten bzw. Akklamationen oder Gesängen.
In der Lichtsymbolik des Neuen Testaments steht das Licht, das in die abendliche Dunkelheit einbricht und diese überwindet, für Jesus Christus: „Wie Licht die Dunkelheit besiegt, so besiegt Christus die Dunkelheiten von Sünde und Tod.“
Im römischen Ritus ist das L. lediglich in der Lichtfeier der Osternacht erhalten geblieben: Die geweihte Osterkerze wird entzündet, als Symbol für den auferstandenen Christus in feierlicher Prozession in die Kirche getragen und im Gesang des Exsultet gepriesen.

Lit.: Fuchs, Guido: Lucernar, in: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche, Bd. 6. Freiburg i.Br.: Herder, 3. Aufl. 1997, Sp. 1080f.

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