Lustrum

(Lat.), feierliches Sühn- und Reinigungsopfer, das im alten Rom am Schluss des Zensus für das gesamte Volk dargebracht wurde. Die Opfertiere, ein Schwein (sus), ein Schaf (ovis) und ein Stier (taurus), daher die Benennung Suovetaurilia, wurden dreimal um das auf dem Marsfeld versammelte Volk herumgeführt und dann geopfert. Da sich das L. mit dem Zensus in der Regel alle fünf Jahre wiederholte, bekam das Wort L. überhaupt die Bedeutung eines fünfjährigen Zeitraumes.

Lit.: Meyers Koversations-Lexikon, 11. Bd. Leipzig: Bibliographisches Institut, 1896.
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