Luna

(Lat., Mond), römische Mondgöttin, deren Haupttempel auf dem Aventin lag; der griechischen Selene gleichgesetzt, aber auch mit Diana und Hekate in Verbindung gebracht. Ähnlich dem Sonnengott Sol galt sie im Zirkus als besondere Schutzgottheit der Wagenlenker.
Während der öffentliche Kult um L. nur geringe Bedeutung hatte, scheint er im Volksglauben und -kult eine gewisse Rolle gespielt zu haben, wie z.B. die Reaktionen des einfachen Volkes auf Mondfinsternisse zeigten.
Der Name der Mondgöttin ist heute noch im Ausdruck Lunatismus präsent, der alten Bezeichnung für das Schlafwandeln bzw. die „Mondsüchtigkeit“, inzwischen Somnambulismus genannt.

Lit.: Holzapfel, Otto: Lexikon der abendländischen Mythologie. Freiburg i.Br. u.a.: Herder, 1993; Karenberg, Axel: Amor, Äskulap & Co. Stuttgart: Schattauer, 2005.
 
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