Lukardis von Oberweimar

(* Zw. 1262 und 1276 vermutl. in Erfurt; † 22.03.1309 Oberweimar), sel., deutsche Zisterzienserin und Mystikerin.
L. kam mit 12 Jahren zu den Zisterzienserinnen nach Oberweimar, wo sie sich trotz jahrelanger Krankheiten kasteite. Sie war mystisch begabt, hatte viele Erscheinungen Christi, Mariens und Verstorbener und trug schließlich die Wundmale Christi. Die äußeren Umstände der Visionen führten zu einer starken Verehrung der L., der auch übernatürliche Heilungen zugeschrieben wurden.
Die Verehrung hielt nach ihrem Tod an, ging infolge der Reformation dann aber unter. In der ehemaligen Klosterkirche gibt es heute keine Hinweise mehr auf ihr Grab. Dennoch gewinnt ihr Andenken wieder an Boden.

Lit.: Sauser, Ekkart: Lukardis, in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL), Bd. 22. Nordhausen: Bautz, 2003.
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