Luis de Granada

(* 1504 Granada; † 31.12.1588 Portogallo bei Lissabon, eigentl. Luis de Sarria), Priester aus dem Dominikanerorden, geistlicher Schriftsteller, Mystiker.
In deutschsprachigen Ausgaben seiner Werke wird er häufig auch als Ludwig von Granada bezeichnet.
Papst Gregor XIII. schrieb an ihn: „So Viele deine Schriften mit Nutzen gelesen haben, so viele Söhne hast du Christo erzeugt und ihnen eine weit höhere Wohlthat erwiesen, als wenn du Blinden das Gesicht und Todten das Leben von Gott erfleht hättest.“

Seine frühen Schriften propagieren eine auf den Bereich der Askese beschränkte Frömmigkeit und leiten zum inneren Gebet an. Wenngleich die Werke unter der Anklage des Illuminismus durch die Inquisition zeitweilig verboten waren, hatten sie großen Einfluss auf die geistliche Literatur des späten 16. Jahrhunderts und wurden bis in das 20. Jh. immer wieder auch auf Deutsch herausgegeben.

W. (Auswahl): Die guten Werke der katholischen Kirche: Beten, Fasten, Almosengeben. Landshut: Thoman, 1839.
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