Los

Herbeiführen einer Entscheidung durch das L. (mit Hilfe von Stäbchen, Würfeln, Zetteln u.Ä.), in vielen Kulturen schon seit dem Altertum bezeugt. Das L.verfahren dient der Herbeiführung einer Entscheidung nach dem Zufallsprinzip und kommt dort zur Anwendung, wo andere Auswahlverfahren willkürlich oder ungerecht erscheinen.
So ist von einer Losentscheidung auch im AT und im NT die Rede. Zum Nachfolger für Judas wird aus zwei Kandidaten Matthias per Losentscheid bestimmt (Apg 1,15-26).
Ein weiterer Einsatzbereich ist das Glücksspiel.

Lit.: Sintomer, Yves: Das demokratische Experiment – Geschichte des Losverfahrens in der Politik von Athen bis heute. Wiesbaden: Springer VS, 2016.
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