Loge

Als Freimaurerloge wird zum einen eine Bauhütte bezeichnet, in der sich Freimaurer versammeln, um dort gemäß ihren Gebräuchen zu „arbeiten“. Zum anderen werden die Vereinigungen selbst so genannt.
Die Freimaurerlogen in Deutschland organisieren sich in der Regel wie bürgerliche Vereine, d.h. es stehen ihnen ein Vorsitzender (Meister vom Stuhl) und dessen Stellvertreter (Erster und Zweiter Aufseher) vor. Wie bei eingetragenen Vereinen gesetzlich vorgegeben, werden darüber hinaus ein Schatzmeister und ein Schriftführer (Sekretär) bestimmt. Gemeinsam bilden diese Beamten den Vorstand der Loge (Beamtenrat). Darüber hinaus werden weitere Mitglieder mit speziellen Aufgaben betraut: der Redner (eine Besonderheit kontinentaler Logen), die Schaffner (seltener auch Schaffer im norddeutschen Bereich, zuständig für das Haus und die Verpflegung), der Gabenpfleger, Musikmeister, Archivar, Zeremonienmeister. Dazu kommen Ausschüsse (z.B. Aufnahmeausschuss, Ehrengericht).
Die international verbreitete Freimaurerei hat kein zentrales Führungsgremium, sondern gliedert sich in einzelne teils unabhängige Logen, die sich in Dachverbänden (Großlogen/Großorienten) zusammenschließen und damit gegenseitig anerkennen. Diese Dachverbände wiederum benötigen eine Anerkennung durch ältere Dachverbände, um als Großlogen der Freimaurerei auch in anderen Ländern anerkannt zu werden.

Lit.: Francke, Karl Heinz/Geppert, Ernst-Günther: Die Freimaurer-Logen Deutschlands und deren Grosslogen 1737-1985. Matrikel und Stammbuch. Bayreuth: Edition Quatuor Coronati, 1988.

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