Löwenzahn

(Taraxacum), Pflanzengattung innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae), deren bekannteste Art der auch in Mitteleuropa sehr häufig vorkommende Gewöhnliche Löwenzahn, u.a. auch „Pusteblume“, „Butter-“ oder „Kuhblume“ genannt, ist. In einigen Regionen wird L. als Bienenweide zur Gewinnung von Löwenzahnhonig geschätzt.
Zur Drogengewinnung wird die ganze Pflanze, die in den Monaten April und Mai vor dem Aufblühen mit den Wurzeln aus der Erde gestochen wird, verwendet. Die Trocknung erfolgt mit künstlicher Wärme bis zu 40 Grad. Die Droge besteht aus den getrockneten Wurzeln, Blättern und Blütenstandsknospen. Der L. enthält Bitterstoffe, ferner Triterpene, Sterole, Fructose, Inulin einen relativ hohen Anteil an Kaliumsalzen sowie Flavonoide und Cumarine.

Die Metamorphose des L.s von den gelben Blütenblättern bis hin zur Federkugel („Pusterblume“) hat ihn zum Symbol für Licht und Leben gemacht. Die erste Erwähnung der Pflanze stammt aus arabischen Texten des 10. und 11. Jahrhunderts. Eine umfangreiche Darstellung fand er dann in den Kräuterbüchern des 16. Jahrhunderts, wo er als blutreinigendes, harntreibendes und schleimlösendes Mittel gepriesen wurde. Heute nahezu zum Unkraut verkommen, war er damals auch ein beliebtes Schönheitsmittel.

Lit.: Doll, Reinhard: Die Gattung Taraxacum. Wittenberg Lutherstadt: Ziemsen, 1974.
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