Lichtmystik

Die Mystik des Lichts wird der „Mystik der Dunkelheit“ des Gregor von Nyssa und des Pseudo-Dionysios gegenübergestellt. Der bedeutendste Vertreter der L. ist Evagrios Pontikos, für den der Intellekt Bild Gottes ist. Er kann also nicht aus sich heraustreten, sondern kehrt zu seiner eigenen Aktivität zurück. Auf dem intellektuellen Gipfel „reflektiert er das Licht der Hl. Dreifaltigkeit“, muss sich aber von allem reinigen, was in ihm Schatten erzeugt (Sünde, Leidenschaften, böse Gedanken). Um die göttliche Unendlichkeit zu erfassen, braucht es die „Nacktheit des Intellekts“, die Abwesenheit von Formen und Bildern. So erreicht man den Anblick des „reinen Lichts“, das göttlich ist.

Lit.: Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), Bd. 6. Freiburg i.Br: Herder, 1997.
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