Griechischer Philosoph (* ca. 480 v. Chr.), gehörte zu den Vorsokratikern. Für die Esoterik ist L. vor allem im Hinblick auf erste Ansätze zur Entwicklung von Negativitätsvorstellungen bedeutsam. Er nahm ausdrücklich ein Nichtseiendes als etwas Bestehendes an, und zwar als leeren Raum. Diese Leerheit werde dann von Atomen ausgefüllt, die den unzerstörbaren Urstoff der Welt darstellten. Außerdem ist von L. die Überzeugung überliefert, dass alles Geschehen aus Notwendigkeit herbeigeführt werde.
Lit.: Kirk, Geoffrey S.: Die vorsokratischen Philosophen: Einführung, Texte und Kommentare: Stuttgart [u.a.]: Metzler, 1994.