Ältere theologische Bezeichnung für das „Strahlen“ des Antlitzes eine Ekstatikers. So wird von Johannes Colombini von Siena (1304-1367) berichtet, dass das Leuchten seines Gesichts in der Verzückung die Augen der Betrachter blendete. Zahlreiche Belege für das Strahlen eines Gesichts finden sich bei Görres.
Im weiteren Sinn wird L. generell für Leuchtphänomene gebraucht, seien sie nun mit dem Menschen verbunden (ein sichtbarer Strahlenkranz umgab das Haupt von Leonardo da Vinci beim Verlassen des Kerkers) oder nicht (Irrlicht).
Lit.: Görres, Joseph von: Mystik, Magie und Dämonie: „die christliche Mystik“ in Auswahl. München: Oldenburg, 1927.