Lethargische Zustände

Gekennzeichnet durch die Herabsetzung der Körperfunktionen bis zum Funktionsstillstand. Sie beinhalten zwei Zustände, Biostase und Thanatose, wobei Erstere reversibel, Letztere irreversibel ist.
Die Biostase ist der Zustand des völligen Stillstandes der Lebensfunktionen ohne somatische Veränderungen. Dieser Stillstand bildet daher die theoretische Grenze der Verlangsamung der Biokömese, bei der die Körperfunktionen
noch aufrechtbleiben. Der Zustand der Biostase muss daher vom funktionellen Tod unterschieden werden, weil die Empfänglichkeit für spontane oder provozierte Wiederbelebung erhalten bleibt.
Die Thanatose ist der Zustand des suspendierten Todes oder des Scheinlebens, der Kampf des Soma gegen seine Vernichtung wie bei der Unverweslichkeit des Körpers. Von der Thanatose gibt es keine Rückkehr zum Leben, weshalb wir darüber auch keine Informationen persönlicher Erfahrungen haben. In diesem Zustand lässt sich nicht selten beobachten, dass nicht alle Teile des Körpers gleichzeitig absterben und dass zuweilen postmortal Automatismen weiterbestehen, als ob die Motorik, die nach der Geburt als Erste in Erscheinung tritt, auch als Letzte sterben würde.

Lit.: Resch, Andreas: Religiöse Erfahrungen und Wunder (Reihe R; 13). Innsbruck: Resch, 2018.
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