Lebenswasser

Nach babylonischer Auffassung ist dem Toten das Wasser unentbehrlich, um seinen Durst zu stillen. Der Verstorbene verlange daher nach reinem Wasser, das die Kraft hat, ihn aus der Unterwelt wieder zu befreien.
So spielt das Wasser auch in der in Babylonien besonders ausgebildeten Magie eine große Rolle. In der Magie, in der Beschwörung, wird das vorrangige Mittel der Krankenheilung gesehen. Krankenheilung aber gilt als Totenbelebung. Daher mag es kommen, dass auch das gewöhnliche, zu magischen Zwecken verwendete Wasser als L. bezeichnet wird.

Lit.: Nötscher, Friedrich: Altorientalischer und alttestamentlicher Auferstehungsglauben. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1970.
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