Lebenskraft

Von dem Schweizer Ethnologen Felix Speiser (1880-1949) verwendeter Begriff zur Bezeichnung eines amorphen Vitalprinzips, das nach Vorstellung mancher Kulturen allem Leben innewohnt, sich in einem ewigen Kreislauf befindet und an keine bestimmte Form gebunden ist die Voraussetzung für das physische Fortbestehen alles Organischen. Vorstellungen von L. sind vor allem im ozeanischen Raum verbreitet. So hat für Melanesien eine verwandte Konzeption unter der Bezeichnung Mana Eingang in die ethnologische Fachliteratur gefunden. Durch spezielle Praktiken kann L. gezielt an bestimmten Stellen konzentriert werden (Magie).

Lit.: Hirschberg, Walter: Wörterbuch der Völkerkunde. Berlin: Dietrich Reimer, 1999.
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