Lebensbuch

Die Bezeichnung entstammt der orientalischen Vorstellung einer göttlichen Buchführung (vgl. die Schicksalstafeln Nebos). Aufgezeichnet sind darin die Lebenstage eines jeden nach ihrer Zahl (Ps 139,16: „Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet“) oder die Namen der zum Heil Bestimmten, während die der anderen ausgelöscht werden (Ps 69, 29: „Sie seien aus dem Buch des Lebens getilgt und nicht bei den Gerechten verzeichnet“).

Lit.: Bertholet: Wörterbuch der Religionen. Stuttgart: Kröner, 1985.
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