Latúe

Der „Baum der Zauberer“, gilt für die Mapuche-Schamanen Chiles als das wichtigste Räucherwerk zur Vertreibung böser Geister, schlechter Stimmung, Sorgen und Trauer. Dazu wird das Kraut, immer mit anderen Substanzen vermischt, in das offene Feuer geworfen.
L. wird als Aphrodisiakum gesehen und wurde als Zutat für Liebeszauber benutzt. Die Mapuche glauben, dass die Pflanze in kleiner Dosierung physische Kraft bewirken könne. Sie soll auch heftige Delirien und visuelle Halluzinationen erzeugen, starke Mundtrockenheit und Pupillenvergrößerung hervorrufen sowie zu Kopfschmerzen und Verwirrung führen. Die Wirkung dauert angeblich bis zu drei Tagen.

Lit: Rätsch, Christian: Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. Mit e. Vorwort v. Albert Hofmann. Aarau, CH: AT, 1998.
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