(Lat., „Zauberlaterne“) oder Skioptikon, Projektionsgerät, das vom 17. bis ins 20. Jh. in ganz Europa verbreitet war. Es handelte sich dabei um die technisch-apparative Zusammenfassung bekannter optischer Effekte in einem einzigen Instrument. Die verschiedenen Formen der Bildprojektion der L. werden unter der Bezeichnung „Projektionskunst“ zusammengefasst.
Eine wissenschaftliche Darstellung findet sich in dem Werk Ars magna lucis et umbrae („Die große Kunst von Licht und Schatten“) des deutschen Jesuiten Athanasius Kircher aus dem Jahr 1671. Kircher war zwar nicht der Erfinder der L., doch verbreitete er durch sein Werk das Wissen über die Grundlagen des Projektionsgeräts.
Im Zuge der industriellen Revolution entwickelte sich die L. im 19. Jh. zum Massenmedium. Das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt/Main zeigt eine Sammlung von Laterna Magicas in seiner Dauerausstellung.
Lit.: Rossell, Deac: Laterna Magica – Magic Lantern. Stuttgart: Füsslin, 2008.