Lataste, Marie

(* 21.02.1822 Mimbaste bei Dax, Frankreich; † 09.05.1847 Rennes), französische Mystikerin und Ordensschwester in der Société du Sacré-Coeur de Jésus (Gesellschaft vom Heiligen Herzen Jesu (Sacré-Cœur)).
Marie begann sich erst im Alter von zwölf Jahren, als sie zur Erstkommunion zugelassen werden sollte, mit den Glaubenslehren zu beschäftigen. Laut eigener Erzählung erschien ihr dann ab dem 17. Lebensjahr immer wieder Jesus, meistens während der heiligen Messe, und belehrte sie über die Inhalte des Glaubens, der Religion und des christlichen Lebens.
Auf Geheiß ihres Beichtvaters Abbé Darbins kam es zur Niederschrift der Botschaften. Gemeinsam mit dem Direktor des Priesterseminars von Dax, Abbé Dupérier, prüfte er sorgfältig alle Aufzeichnungen von L., bevor sie dem zuständigen Bischof zur Prüfung übergeben wurden.
Nach erfolgter Approbation wurden die Schriften 1866 zunächst in Frankreich und nach zusätzlicher Approbation durch das bischöfliche Ordinariat in Augsburg 1868 auch in Deutschland veröffentlicht. Eine aktuelle deutsche Version ist unter dem Titel Marie Lataste – Die Lehren Jesu erhältlich. An einer Stelle ihrer Schriften wird die Verkündigung des Dogmas der Unbefleckten Empfängnis vorhergesagt.

Lit.: Darbins, Abbé Pascal (Hrsg.): Leben und Werke der würdigen Marie Lataste, Laienschwester im Kloster des hl. Herzens. 1. Auflage in 3 Bde. Regensburg u.a.: Friedrich Pustet, 1867/1868.
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