Dr., geb. am 26. Juni 1921 in Paris. Nach Abschluss der Pflichtschule studierte L. zunächst an der École des Roches und dann im Anschluss an einige Reisen Medizin in Montpellier und später in Grenoble, wo er u.a. Schüler (Philosophie) von Prof. Jacques Chevalier war. Durch den Zweiten Weltkrieg musste er das Studium unterbrechen und kam schließlich in das Lager Mauthausen, wo er dank der Yoga-Technik überlebte, die ihm die Kontrolle von Schlaf, Hunger und Kälte ermöglichte.
Dem Vernichtungslager glücklich entkommen, vollendete L. seine Studien in Paris als Praktikant am Laboratorium für Organische Chemie der École polytechnique unter der Leitung von Prof. Pierre Baranger. 1951 verfasste er eine Dissertation zum Thema Introduction à l’étude de lʼadaptation à la mort fonctionnelle (Untersuchungen über das Sich-Einfügen in den funktionellen Tod), welche dann 1957 bei Gallimard unter dem Titel Le sang peut-il vaincre la mort? (Kann das Blut den Tod besiegen?) in Buchform erschien.
Nach achtzehnjähriger Tätigkeit (1951-1969) als Chefarzt für Arbeitsmedizin bei verschiedenen Industriekonzernen der Region Paris-Ost war L. zwischen 1953 und 1982 als Gerichtsmediziner in der Seine-Provinz tätig. Ab 1966 war er zudem Chefredakteur der Revue Métapsychique und übernahm zur gleichen Zeit das Wissenschaftssekretariat des Instituts Métapsychique International, zu dessen Leiter er 1977 ernannt wurde.
L. war korrespondierendes Mitglied der Society for Psychical Research und der Associazione Italiana di Scienza Metapsichica, Gründungsmitglied der Sociètè de Thanatologie sowie Mitglied der Alliance mondiale des religions. Ab 1972 leitete er bei der Sociètè des Amis de lʼlnstitut Métapsychique International (Gesellschaft der Freunde des Internationalen Instituts für Metapsychologie) unter der Bezeichnung „Métapsychique et sciences de lʼhomme“ (Metapsychologie und die Wissenschaften vom Menschen) ein Seminar.
1977 gründete L. das Centre Hospitalier et Scientifique de Selins, dem er bis 1988 vorstand. Ab 1985 war er Ehrenmitglied des Instituts für Grenzgebiete der Wissenschaft (IGW) und von IMAGO MUNDI in Innsbruck; ab 1988 auch Mitglied des Comité de Recherches et Études der französischen Abteilung der International Association for Near Death Studies (lANDS-FRANCE).
Mit seinen Beiträgen zu den Themen Mystik, Heilung und Veränderte Bewusstseinszustände bei den IMAGO MUNDI-Kongressen in Innsbruck ‒ Mystik (1974), Paranormale Heilung (1976), Psyche und Geist (1985) und Veränderte Bewusstseinszustände (1989) ‒ setzte er durch seine Weitsicht mit folgenden Vorträgen neue Akzente im Verständnis des Menschen:
‒ Medizinische und psychologische Aspekte der Mystik
‒ Information. Kommunikation und Aktion bei den paranormalen und supranormalen Heilungen
‒ Veränderte Bewusstseinszustände
‒ Schlaf, Traum, Hypnose, Biokömese, Biostase, Thanatose.
Dr. Hubert Larcher starb am 5. April 2008 im Alter von 87 Jahren in Saint-Paul-de-Vence, Frankreich.