Lappenbäume

Auch Lumpenbäume, heilige, meist völlig verdorrte Bäume, die oft neben Brunnen und Heilquellen stehen und deren Stämme und Äste bei den verschiedensten älteren und neueren Natur- und Kulturvölkern mit Opfergaben aus bunten Bändern, abgerissenen Kleiderfetzen und abgelegten Kleidungsstücken behängt werden, häufig von vorüberziehenden Pilgern. Als Gründe dafür gelten: Erinnerung an Verstorbene, Opfer an Baumgötter (Baumkult), Regenzauber, Schutz vor Schadmagie, Totenbrauchtum, Übertragung von Krankheiten.

Lit.: Jungbauer, Gustav: Lemma Lappenbaum, in: Hanns Bechthold-Stäubli (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Bd 5. Berlin: de Gruyter, 1933; unveränd. Nachdr. 1987, Sp. 908.
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