Kynokephale

(Griech. kynoképhaloi; griech. kýon, Hund, und kephalḗ, Kopf), hundsköpfige Fabelwesen, die seit der Antike in Literatur und Kunst vorkommen und im Mittelalter auf großes Interesse stießen. Eine der ersten ausführlichen Schilderungen stammt von dem griechischen Arzt und Geschichtsschreiber Ktesias von Knidos, der aus persischen und indischen Quellen schöpfte. Die Verbindung von tierischen und idealen menschlichen Zügen ist bezeichnend für das utopische Denken. Daneben meint das Wort auch den in Ägypten heiligen Hundskopfaffen.

Lit: Kretzenbacher, Leopold: Kynokephale Dämonen südosteuropäischer Volksdichtung: vergleichende Studien zu Mythen, Sagen, Maskenbräuchen um Kynokephaloi, Werwölfe und südslawische Pesoglavci (Beiträge zur Kenntnis Südosteuropas und des Nahen Orients, Bd. 5). München: Trofenik, 1968.
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