Kumārajīva

(Chines.; jap. Kumarajū; * 343; † 413), im zentralasiatischen Königreich Kucha als Sohn einer Adelsfamilie geborener buddhistischer Mönch, der sich vor allem dem Hinayana-Buddhismus verschrieb.
401 wurden er und andere Gelehrte seiner Zeit von König Yao Xing in die Hauptstadt Chang’an berufen, um an einem umfangreichen Übersetzungsprojekt buddhistischer Schriften mitzuwirken, dessen Leiter K. wurde. Mit zu seinen wichtigsten Arbeiten zählt die Übersetzung des Lotos-Sutra aus dem Sanskrit ins Chinesische, die allgemein als die authentischste und genaueste gilt und die theoretische Grundlage vieler chinesischer und japanischer Schulen des Mahayana-Buddhismus bildete.

Lit.: Borsig, Margareta von: Lotos-Sutra: das große Erleuchtungsbuch des Buddhismus. Freiburg i.Br.: Herder, 2009.
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