Kultbild

Bildliche Darstellung, die in religiösen Kulthandlungen besondere Verehrung genießt und eine Gottheit, deren Symbol oder höhere Wesen, aber auch religiös bedeutsame Personen, Ereignisse oder Szenen zum Inhalt haben kann.
Es bildet die Mitte eines Kultes, weil das Bild identisch ist mit der dargestellten Gottheit und oft als vom Himmel herabgefallen gilt. Sein Ursprung reicht zurück in die prähistorische Zeit (Fels- und Höhlenbilder). Auch Tiere (Adler, Greif, Löwe, Schlange, Stier), Bäume, Steine oder Säulen, aus denen sich nach und nach menschenähnliche Götterbilder entwickelten, konnten Sitz der Gottheit sein.
Alle außerchristlichen Religionen, mit Ausnahme von Israel, kennen das K. Wo es in Isreal vorkommt, ist es ein Zeichen für den Abfall von Jahwe. Anders als die außerchristlichen Kultbilder sind die christlichen nicht Kultobjekt im eigentlichen Sinn. Sie sind vielmehr Mysterienbilder, weil sie das Christusmysterium darstellen, das sich im K. vollzieht.

Lit.: Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbolik. Stuttgart: Kröner, 1991.
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