Kulagina, Nina

(Geb. Michailowa, * 30.07.1926; † 11.04.1990), eine in den 1960er Jahren durch psychokinetische Fähigkeiten berühmt gewordene Russin.
K. wurde 1958 bekannt, als die sowjetische Presse erstmals über ihr psychokinetischen Fähigkeiten berichtete. Daraufhin wurde sie von 1963 bis 1966 in Leningrad von Professor Leonid Wassiliew und dann von Jakow Petrowitsch Terlezki Experimenten unterzogen, bei denen sie diverse Objekte, ohne sie zu berühren, auf einem Tisch bewegen und verschieben konnte. Dazu gehörten auch nichtmetallische Objekte wie Zündhölzer und Zigaretten – auch unter einer Glashaube – sowie die Drehung der Magnetnadel eines Kompasses im Gehäuse.
Durch Konzentration ihrer Gedanken soll K. selbst das Herz eines Frosches zum Stillstand gebracht haben. Ihre eindrucksvollste Präsentation war jedoch, eine Kugel schweben zu lassen.
Bei ihren Experimenten bedurfte K. bis zu zwei Stunden intensiver Konzentration, um Effekte erzielen zu können. Das maximale Gewicht, das sie verschieben konnte, lag bei 200 bzw. 500 Gramm.
Bei den Experimenten wurden sowohl Schwarzweißfotos aufgenommen als auch Stummfilme gedreht.
Eine Erklärung der Phänomene steht noch aus. Die Parapsychologie spricht von Psychokinese.

Lit.: Wassiliew, Leonid L.: Experimentelle Untersuchungen zur Metallsuggestion. Bern/München, 1965; Bender, Hans: Unser sechster Sinn: Telepathie, Hellsehen, Spuk. Rowohlt Taschenbuch Verlag, 1973.
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