Kukulkán

Gottheit der Maya von Yucatán, identisch mit dem Gott Quetzalcóatl der nördlichen Völker Mittelamerikas. Er wurde vermutlich durch die Invasion der Tolteken in das Gebiet der Maya importiert, war der Gott der Winde und Stürme und soll 987 aus dem Westen gekommen sein, und zwar auf dem Seeweg, weil er vor einer Revolte fliehen musste.
Sein Name bedeutet auch „gefiederte Schlange“. In den nur bruchstückhaft erhaltenen Mythen tritt K. meist als Gott des Wassers und des Keimens auf, daher auch als Gott der Erneuerung und Wiedergeburt gedacht, überdies als Schutzherr der Priesterkönige.

Lit.: Jones, David M./Molyneaux, Brian L.: Die Mythologie der Neuen Welt: die Enzyklopädie über Götter, Geister und mythische Stätten in Nord-, Meso- und Südamerika. Reichelsheim: Ed. XXL, 2002.
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