Kuksu-Kult

Religion in Nord-Kalifornien, die von Mitgliedern verschiedener indigener Völker Kaliforniens vor oder während der ersten Kontakte mit europäischen Siedlern praktiziert wurde. Das religiöse Glaubenssystem wurde von verschiedenen Stämmen und Gruppen in Zentral- und Nord-Kalifornien vom Sacramento Valley bis zur Pazifik-Küste aufrechterhalten.
Die Praxis des Kults beinhaltete narrative zeremonielle Tänze und spezielle Insignien. Die Mitglieder der Stämme und Gruppen praktizierten Rituale, um Gesundheit, reiche Ernten, erfolgreiche Jagden, Fruchtbarkeit und gutes Wetter zu sichern. Die Zeremonien schlossen eine jährliche Trauer-Prozedur, Übergangsriten und das Eingreifen von Geistwesen ein. In unterirdischen Tanz-Räumen traf sich eine männliche Geheimgesellschaft und tanzte in Verkleidung bei öffentlichen Tänzen. Sie verkörperten dabei den Schöpfergott Pomo (Kuksu) und andere übernatürliche Wesen. Es bildeten sich zahlreiche Varianten aus. Gemeinsam mit dem Geistertanz wurde der K. 1872 zur Grundlage der Bole-Maru-Religion, deren Zeremonien unter der Leitung von vom Schöpfer angeblich instruierten Träumern und Träumerinnen standen.

Archäologisch wurde der K. durch Funde unterirdischer Tanz-Räume und hölzerner Tanz-Trommeln identifiziert.

Lit.: Barret, Samuel A.: „Ceremonies of the Pomo Indians“, hrsg. von University of California Publications in American Archaeology and Ethnicity, 6. Juli 1917, vol. 12, no. 10, S. 397-441.
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