Kürbisse

(Cucurbita), Pflanzengattung innerhalb der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Bekannte Vertreter sind der Riesen-Kürbis (Cucurbita maxima), der Moschus-Kürbis (Cucurbita moschata) und der Garten-Kürbis (Cucurbita pepo), die landwirtschaftlich und gärtnerisch genutzt werden. Die verschiedenen Arten wurden großteils unabhängig für die gleiche Verwendung domestiziert. Als Zeitpunkt wurde zunächst 5000 v. Chr. angenommen, doch stellte sich heraus, dass in manchen Gebieten (z.B. Bolivien) bereits vor mehr als 10.000 Jahren Kürbisse angebaut wurden.
Wegen seiner vielen Kerne ist der K., ähnlich dem Granatapfel, ein Symbol der Fruchtbarkeit sowie der Gebärmutter und des Welteis (Ei). In China symbolisierten die beiden Hälften der zerteilten und ausgehöhlten Frucht, aus denen getrunken wurde, die Teilung der anfänglichen Einheit aller Dinge (Yin und Yang). Als „Kürbislaube“ spielt die rasch wachsende Pflanze mit ihren großen Blättern in der Geschichte des Propheten Jona eine Rolle, wo (im raschen Verwelken der „Staude“; Jona 4,7) auch auf die Symbolik der Vergänglichkeit hingewiesen wird.
Mittlerweile ist der K. zu einem auffallenden Kennzeichen der neuzeitlichen Umtriebe zu Halloween geworden. Die mit Kerzen von innen beleuchteten K. waren ursprünglich dazu gedacht, die Feiernden zu schützen, indem sie die bösen Geister verscheuchten, die in dieser besonderen Nacht unterwegs waren.

Lit.: Arvay, Clemens G./Fastian, Theresia/Weishaupt-Orthofer, Irmtraud: Kürbis und Kernöl: Sorten, Anbau, Genuss. Graz: Leopold Stocker Verlag, 2019.
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