Kuei

(Chin., „Geist“), im Taoismus und im chinesischen Denken jener Teil des menschlichen Wesens, der mit der dunklen und körperlichen Seite in Verbindung steht. Eine spätere Systematisierung bezeichnet als K. die Geister jener, die durch Krieg, Mord oder Unfall vorzeitig getötet, fälschlicherweise hingerichtet oder ungebührlich bestattet wurden. Der K. irrt daraufhin ruhelos umher, um sich für das im Leben erlittene Unrecht zu rächen. Es gilt daher, ihn zu beschwichtigen, wozu komplizierte Rituale entwickelt wurden.

Lit.: Bowker, John (Hrsg.): Das Oxford-Lexikon der Weltreligionen. Darmstadt: Wiss. Buchges., 1999.
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