Kublai Chan

(1215-1294), Mongolenfürst, Enkel Dschingis-Khans, der als Eroberer Chinas zu einem wichtigen Förderer des dortigen Buddhismus wurde, während er gegen den Konfuzianismus vorging und sämtliche Bücher des Taoismus verbrennen ließ. Seiner Gunst verdankte auch der Lamaismus die größten Fortschritte sowie den Druck des Kanons. Der Venezianer Marco Polo fand in K. ebenso einen Gönner.
K. träumte eines Nachts von einem Palast, den er nach dem Vorbild seiner Schau erbauen ließ. Jahrhunderte später, 1797, träumte der englische Dichter der Romantik,
Samuel Taylor Coleridge, die Verse seines berühmten Gedichts Kublai Khan. Und wiederum erst Jahrzehnte später erfuhr die westliche Welt aus einer persischen Geschichtensammlung, dass sich das Bauwerk aus einem Traum des Mongolenkaisers herleitete.

Lit.: Bertholet, Alfred: Lexikon der Religionen. Stuttgart: Kröner, 1985.
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