Ku Klux Klan

(KKK), rassistischer und gewalttätiger Geheimbund, der vor allem in den Südstaaten der USA aktiv ist. Der Klan bestand 1865 bis 1875 und 1915 bis 1944 als einheitliche Organisation. Seit 1950 existieren unter diesem Namen wieder mehrere voneinander unabhängige Gruppen. Ziel des Klans nach seiner Gründung war die Unterdrückung der Schwarzen.
1915 wurde der Klan als eine nativistische Massenorganisation neu gegründet. Mit bis zu vier Millionen Mitgliedern (1924) verfolgte er eine Politik weißer Vorherrschaft insbesondere gegenüber Afroamerikanern, aber auch einen militanten Antikatholizismus und Antisemitismus.
Die Herkunft des Namens der Vereinigung ist nicht vollständig geklärt. Er leitet sich mutmaßlich aus griech. kyklos (Kreis) und dem keltischen „Klan“ ab. Nach einer anderen Version soll „Klux“ aus lux (Licht) entstanden sein. Die Mitglieder nennen sich selbst Knights of the Ku Klux Klan (Ritter des Ku-Klux-Klan).
Der KKK sieht sich selbst als eine radikal protestantische Organisation. Von den frühen 1900er bis in die 1940er Jahre sahen hunderttausende fundamentalistischer Protestanten (vor allem aus dem Mittleren Westen, aber mit der Zeit auch wieder aus dem Süden) den KKK als Teil ihres Glaubens.
Der europäische Ableger sind die European White Knights of the Burning Cross. Untergruppen gibt es, laut Aussagen des Klans, im Vereinigten Königreich, in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Österreich, der Schweiz und Schweden.

Lit.: Obermaier, Frederik/Schultz, Tanjev: Kapuzenmänner: der Ku-Klux-Klan in Deutschland. München: Deutscher Taschenbuch-Verlag, 2017.
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