Kryptozoologie

Das Studium „verborgener Lebewesen“, der bisher nur durch Augenzeugenberichte und nicht eindeutig beweiskräftiges Material (z.B. Fotos, Fußabdrücke) bekannten Tiere. Der Begriff wurde von den beiden Kryptozoologen Ivan T. Sanderson und Bernhard Heuvelmans in den 1950er Jahren geprägt.
In das Gebiet fallen: Schneemenschen, Affenmenschen, Riesen, Seeschlangen, das Ungeheuer von Loch Ness und andere Süßwasserschlangen, angebliche Dinosauriersichtungen in Afrika und Amerika, für ausgestorben gehaltene Vögel wie der Dodo usw. Eine Seeschlange z.B. ist für die Biologie schlicht unmöglich, stütze sich die Zoologie doch auf Fakten und nicht auf Beobachtungen. Ende des 19. Jahrhunderts waren die Forscher überzeugt, es gebe keine neuen Tiere mehr zu entdecken, was in den folgenden Jahrzehnten jedoch widerlegt wurde.
Ähnlich wie bei der Ufologie liegt auch bei der K. eines der Hauptprobleme darin, dass einer Fülle von angeblichen Augenzeugenberichten nur eine verschwindend kleine Menge an physischen und meist uneindeutigen Indizien gegenübersteht.

Lit.: Eberlein, Gerald L.: Kleines Lexikon der Parawissenschaften. München: Beck, 1995.
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