Kryptästhesie

„Wahrnehmen von Verborgenem“, von Charles Richet (1850-1935) eingeführter, aber nicht mehr gebräuchlicher Terminus für außersinnliche Wahrnehmung. Mit K. wird eine verborgene Empfindlichkeit angesprochen, eine Wahrnehmung, deren Mechanismus unbekannt ist und von der wir nur die Wirkungen erkennen können. Der Vorteil des Begriffes ist darin gelegen, dass er im Gegensatz zu den Begriffen Telepathie und Hellsehen keine Hypothese über die Ursache des Phänomens einschließt.

Lit.: Richet, Charles: Grundriss der Parapsychologie und Parapsychophysik. Stuttgart: Union Deutsche Verlagsges., 1923.
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