Krötenstein

Früher begehrt als Aphrodisiakum, universelles Gegengift und Schutzamulett. Da man sich Ursprung und Herkunft nicht erklären konnte, hielt man sich an eine populäre Legende, derzufolge die K.e angeblich im Kopf der Kröte entstehen. Sterbe eine solche Kröte, würde nur der magische Stein zurückbleiben.
Hinter K.en verbergen sich in Wahrheit allerdings Fossilien, genauer gesagt die fossilen Zähne prähistorischer Knochenfische. Im Muttergestein zeigen Gebissteile und Zähne ein der warzigen Krötenhaut ähnlich sehendes Muster ‒ daher der Name.

Lit.: Rätsch, Christian/Müller-Ebeling, Claudia: Lexikon der Liebesmittel: pflanzliche, mineralische, tierische und synthetische Aphrodisiaka. Aarau: AT Verlag, 2003.
Setze ein Lesezeichen für den Permalink.