Krishna

(„Der Schwarze“) gilt als die 8. Herabkunft (avatār) Vishnus (Vishnupurāṇa. 5. Jh. n. Chr.). Nicht selten ist er jedoch göttlicher Urgrund selbst, wie bereits in der Bhagavadgita (2. Jh. v. Chr.), wo er als K. Vāsudeva göttlicher Ratgeber und Avātar ist für die Aufrechterhaltung der Ordnung der Welt wie für die Befreiung durch Liebe von der Welt.
Die sozialpolitische Dimension K.s wurde erst im 20. Jh. (u.a. v. M. Gandhi) hervorgehoben.
Im 19. Jh. kam es in Bengalen in Kreisen der auf den Mystiker Chaitanya (1486-1534) zurückgehenden Gaudiya Vaishnavas zu einer Erneuerung der K.-Verehrung, die um 1900 auf den Westen übergriff. Aus ihr entstand die 1966 in New York von A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada (1896-1977) gegründete „Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewusstsein“, auch „Hare-Krishna-Bewegung“ genannt.

Lit.: Lexikon für Theologie und Kirche (LThK), Bd. 6. Freiburg i.Br.: Herder, 1997.
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