Kriegsritual

Wird vorwiegend in primitiven Religionen in verschiedener Form zur Vorbereitung, Durchführung und Beendigung des Krieges vollzogen und besteht aus magischen und kultischen Manipulationen zur Sicherung und Stärkung der Krieger, der Waffen und des Landes, zur Schwächung und Bannung der Gegner und zur Verfluchung ihres Territoriums (z.B. durch Weihe der Waffen, Bezauberung der Feinde, symbolische Vernichtung des Feindlandes), später zur Bestätigung und Erhaltung des göttlichen Wohlgefallens.
Eine Sonderform des K.s. sind symbolische Scheinkriege bzw. -kämpfe.

Lit.: Bertholet, Alfred: Lexikon der Religionen. Stuttgart: Kröner, 1985.
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