Bezieht sich hier nicht auf den Leidensweg Christi, sondern meint eine Wegkreuzung oder Weggabelung. Der K. war angeblich ein beliebter Treffpunkt von Dämonen und Hexen und fand häufig Erwähnung in den Anklagen bei Hexenprozessen. An solchen Gabelungen sollte es besonders wirkungsvoll sein, einen Zauberkreis zu ziehen und nach den Anweisungen der Zauberbücher Teufel herbeizurufen, wie schon bei Eligius von Noyon († 659) und anderen berichtet wird. Die beschworenen dämonischen Wesen waren ursprünglich vermutlich Totengeister, die man später als Teufel auffasste. Statt eines Zauberkreises wurde von den Beschwörenden laut Prozessakten oft auch eine Rinderhaut auf dem Erdboden ausgebreitet, die der Teufel nicht betreten konnte.
An Kreuzungen wurden im frühen Mittelalter auf frischer Tat ertappte Schwerverbrecher, Selbstmörder und Hingerichtete begraben.
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