Kreuz-Korrespondenzen

(Engl. cross correspondences). 1906 entdeckten einige der Society for Psychical Research (S.P.R.) nahestehende Damen bei sich die Fähigkeit des Automatischen Schreibens. Jede von ihnen arbeitete für sich und schickte ihre Niederschriften an die S.P.R. Manche Notierungen bezogen sich offensichtlich auf den gleichen Gegenstand, sodass jeder einzelne Text nur ein Teil der übermittelten Botschaft war. Es schien, als würde eine unbekannte Instanz die Gesamtmenge der Informationen unter die Schreibenden verteilen ‒ es handelte sich also um keine „Korrespondenz über Kreuz“, sondern um eine zersplitterte Botschaft.
Die Versuchsreihe zog sich über Jahre; zu den bekanntesten beteiligten Medien zählten Mrs. Holland, Edith Lyttelton, Mrs. Piper, die Witwe und die Tochter Verralls, Mrs. Willett.
Typischerweise erhielten z.B. mehrere der weltweit verstreuten Medien gleichzeitig bestimmte rätselhafte Formulierungen übermittelt, die alle zu derselben „Lösung“ führten. Wenn man nicht an ein Jenseits glauben will, bleibt nur die Annahme, die verschiedenen Medien wären unbewusst durch Telepathie miteinander in Verbindung gestanden.

Lit.: Hoffmann, Arne: Lexikon des Jenseits. Güllesheim: Silberschnur, 2005.
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