Kreislaufphänomene

Zu den wichtigsten und außergewöhnlichsten K.n gehören:
Die Regeneration der Blutmasse bei den nahrungslosen Stígmatisierten. Beim Studium der Nahrungslosigkeit bei Stigmatisierten erwähnte René Biot (1889-1966), dass Virchow auf einem Kongress in Breslau beim Gespräch über Luise Lateau auf die Wichtigkeit hinwies, zu wissen, „wie man täglich eine gewisse Menge Kohlensäure erzeugen könne, ohne sich von Dingen zu ernähren, die Kohlenstoff enthalten“. Es ist sicher, dass der wöchentliche Blutverlust über Jahre hinweg eine Blutmenge darstellt, die höher ist als jene des Körpers. Über das Geheimnis ihrer Produktion weiß man nichts.
Die Durchbohrung des Herzens. Diese war bei der hl. Teresa von Ávila das Objekt genauer Beobachtungen. Man konnte die Materialität einer Wunde feststellen, deren Ränder leicht verbrannt schienen (semíusta). Sie lag auf Höhe der Koronararterie und die Ränder zeigten gewisse Anzeichen von Verbrennung.
Die Blutwunder nach dem Tode. Gewisse Reliquien von geronnenem Blut verflüssigen sich periodisch, wobei sie eine lebhafte Färbung annehmen. Der berühmteste Fall ist jener des hl. Januarius zu Neapel, wo das Blut periodisch die Konsistenz, die Farbe und das scheinbare Volumen ändert, was man strenggenommen durch das komplexe Phänomen der Thixotropie erklären könnte, aber auch die Gewichtsdifferenz zwischen beiden Extremen, die man durch ein zweifaches Messen erhielt, zeigt 26,99 Gramm.

Lit.: Biot, René: L’enigme des stigmatisés. Paris: Ecclesia, 1955; Thurston, Herbert: Die körperlichen Begleiterscheinungen der Mystik. Luzern: Räber, 1956.
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