Krebs

Als vorwiegend im Wasser lebendes Tier ist der K. ein Symbol der Urflut. So holt er in den kosmogonischen Mythen indischer Urvölker vom Grund des Meeres die Erde herauf.
In der Antike galt er als Feind der Schlangen. Laut griechischer Überlieferung zertrat Herakles einen kleinen, ihn in die Ferse zwickenden K., der dann in Anerkennung seines Todesmutes unter die Sterne versetzt wurde. Bis in die Antike zurück gehen auch die dem Tierkreiszeichen des K.es zugeschriebenen Eigenschaften: aquatisch, lunar, mütterlich, sich in sich zurückziehend, anpassungsfähig, unbeständig. Der Bedeutungszusammenhang mit dem Weiblich-Mütterlichen ist auch noch im neuzeitlichen Volksglauben erkennbar. Der seinen Panzer wechselnde, sich häutende K. wurde zum Symbol der Auferstehung.
In der mittelalterlichen Ikonographie erscheint der K. als Symbol der Unbeständigkeit (inconstantia). Der aus der Spätantike übernommenen Lehre folgend, dass jedes Tierkreiszeichen einen bestimmten Körperteil beeinflusse, wird der K. der Brust zugeordnet.

Lit.: Lurker, Manfred: Wörterbuch der Symbolik. Stuttgart: Kröner, 1991.
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