Krebs, Johann Baptist

Pseudonyme Johann Baptist Kerning und J.M. Gneiting (* 12. 04.1774 Überauchen; † 02.10.1851 Stuttgart), deutscher Tenor, Opernregisseur, Gesangspädagoge, Freimaurer, esoterischer Schriftsteller.
K. wurde für den geistlichen Stand bestimmt und zum Studium der katholischen Theologie nach Konstanz geschickt, das er in Freiburg im Breisgau beendete. 1795 bis 1823 Mitglied der Stuttgarter Hofoper, in Stuttgart von 1823 bis 1849 auch als Regisseur und Gesangspädagoge tätig.
Am 12. August 1820 wurde K. von der Berliner Johannis-Loge zum Widder in den Grad eines Ritter-Lehrlings erhoben, weil in Stuttgart die Freimaurerei verboten worden war. Nach Aufhebung des Verbots wurde K. Gründer und langjähriger Meister vom Stuhl der Stuttgarter Johannisloge „Wilhelm zur aufgehenden Sonne“. Sein Ziel war es, dem Menschen eine „prophetische Kraft“ zurückzugewinnen, wozu er verschiedene meditative Übungen entwickelte und auch die Freimaurerei in den Dienst seiner Bemühungen stellte.
Darüber hinaus entwickelte er eine auf Konsonanten und Vokalen basierende Form yogischer Praktik, die von seinem Schüler und Nachfolger, Karl Kolb, in Die Wiedergeburt, das innere Wahrhaftige Leben (teilweise auch unter dem Titel Das Buchstabenbuch) publiziert wurde Durch seine Tätigkeit an der Oper hatte K. besonderen Einfluss in künstlerischen Kreisen, die durch ihn Zugang zur Maurerei fanden.
Heute ist K. vor allem als Verfasser esoterischer und freimaurerischer Schriften bekannt , die er unter dem Pseudonym Johann Baptist Kerning veröffentlichte.

W.: Wege zur Unsterblichkeit: auf unleugbare Kräfte der menschlichen Natur gegründet. Kolbermoor/Obb.: Lang, 2000.
Lit.: Lebensabriss des am 2. Oktober 1851 verstorbenen Opernregisseurs Johann Baptist Krebs Meister vom Stuhl der Freimaurerloge Wilhelm zur aufgehenden Sonne in Stuttgart. Stuttgart: Kienzler, 1851.
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