Kraftorte

Plätze mit Eigenschaften, die als wohltuend und energiereich empfunden werden, wie z.B. der kleine Altar im eigenen Garten, eine Wallfahrtskirche, eine Quelle, Berge, ungewöhnliche Felsformationen, Wasserfälle, Waldlichtungen, besondere Orte bis hin zum Steinkreis von Stonehenge. Diese Orte wurden von den Menschen entsprechend markiert ‒ durch Holzpfähle, Steinhaufen oder Tierfelle (Totems). Daraus erwuchsen später Erdställe, Steinkreise, Menhire, Steinreihen. Die oft monumentalen Anlagen wurden von Schamanen, Druiden oder Priestern zu astronomischen Berechnungen verwendet und dienten als Sonnen-, Mond- oder Sternobservatorien. Dabei wurden u.a. bestimmte Fixierpunkte in den Bauwerken errichtet, die diese Beobachtungen (z.B. die Sonnwendzeiten) ermöglichten. Das Wissen, dass damit in diesen Anlagen gespeichert und erweitert wurde, kennen wir heute als die „Heilige Geometrie“, die sich in Bauwerken wie den Sonnenpyramiden von Mexiko, den Pyramiden von Gizeh, den Steinkreisen von Stonehenge, der Kreisgrabenanlage von Goseck und den großen Kathedralen in Frankreich widerspiegeln.

Lit.: Merz, Blanche: Orte der Kraft: Stätten höchster kosmo-terrestrischer Energie. Aarau: AT-Verl., 1999.
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