Kosmosmensch

Nach Hildegard von Bingen hält der Mensch in seinem schöpferischen Auftrag, eingeflochten in das gewaltige Schöpfungsrad, das Weltennetz in der Hand, denn seine Existenz ist eingebettet in den Kreuzungspunkt (quadruvium) der weltlichen Sorgen, wie dies in der Abbildung des Kosmosmenschen so eindrucksvoll dargestellt ist.
Denn wie der Mensch mit den leiblichen Augen allenthalben die Geschöpfe sieht, so schaut er im Glauben überall den
Herrn. Gott ist es, den der Mensch in jedem Geschöpf erkennt. Weiß er doch, dass Er der Schöpfer aller Welt ist.

Lit.: Resch, Andreas: Religiöse Erfahrungen und Wunder (Reihe R; 13). Innsbruck: Resch, 2018.
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