Kosmopathie

Die Bezeichnung „Kosmopathie“ kam dem Autor des gleichnamigen Buches, Andreas Resch, 1978 bei einer Fahrt von München nach Innsbruck völlig spontan in den Sinn. Der Gedanke an die Vorstellungen des Paracelsus (Sympathie), der Blick auf den heiteren Himmel und das unentwegte Rollen der Räder des Fahrzeugs, verbunden mit dem Blick auf die kosmischen Visionen der hl. Hildegard von Bingen, assoziierten mit den Worten „Kosmos“ und „Mensch“ das Zeitwort sympathein (mitempfinden, in Wechselwirkung stehen). Wie von selbst formte sich zur Bezeichnung des passiven und aktiven Eingespanntseins des Menschen in den Kosmos das Wort „Kosmopathie“. Erst viel später wurde Resch darauf aufmerksam gemacht, dass es diesen Begriff nicht gebe. Resch konnte jedoch keine bessere Kurzbezeichnung finden, um das persönliche Erleben des Kosmos zu beschreiben.

Lit.: Resch, Andreas: Kosmopathie: der Mensch in den Wirkungsfeldern der Natur (Imago Mundi; 8). Innsbruck: Resch, 1981.
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