Kosmologie

(Griech. kosmología, „die Lehre von der Welt“), Teilgebiet der Astronomie, beschäftigt sich mit Ursprung, Entwicklung und grundlegender Struktur des Kosmos sowie mit dem Universum als Ganzes. Ihre Wurzeln liegen in Kosmogonien, welche die Herkunft der Welt zunächst anhand mythischer Vorstellungen veranschaulichten, aber schon bei den Vorsokratikern in Versuche mündeten, abstrakte Prinzipien dafür zu formulieren. So ging Parmenides von einem Grunddualismus aus, der das kosmische Geschehen gemäß der „Wahrscheinlichkeit“ bestimme.
Die heutige K. beschreibt das Universum durch Anwendung physikalischer Theorien, wobei für die großen Skalen vor allem die Allgemeine Relativitätstheorie wichtig ist, für die kleinsten die Quantenphysik.
Als grundlegendes sog. Kosmologisches Prinzip gilt weiterhin, dass der Raum homogen und isotrop ist, d.h. gleichmässig und in alle Richtungen mit denselben Eigenschaften ausgestattet. Diesem Prinzip folgend besitzt das Universum kein natürliches oder bevorzugtes Zentrum und keine bevorzugten Richtungen.

Lit.: Börner, Gerhard: Das neue Bild des Universums – Quantentheorie, Kosmologie und ihre Bedeutung. München: Pantheon, 2009.
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