Kosmische Erkenntnistheorie

Sie erkennt die Evolution des Kosmos als Vorgeschichte eines jeden Individuums, sei dies eine Galaxie, eine Sonne, ein Planet, ein Mond, eine Zelle, oder ein Elementarteilchen. Die Entwicklungslinien aller kosmischen Körper und Systeme einschließlich des Menschen treffen sich in dem Milliarden Jahre zurückliegenden Ausgangspunkt der Expansion und Evolution des Universums, den der belgische Theologe und Astrophysiker George Lamaitre sinnfällig das „kosmische Ei“ genannt hat. Alle existierenden Seinsformen seien kosmische Verwandte, deren gemeinschaftlichem Ursprung vielfältige Wechselbeziehungen entsprechen, die das gesamte Universum als unvorstellbar komplizierten Organismus erscheinen lassen, in dem alles mit allem zusammenhängt.

Lit.: Landscheidt, Theodor: Mystik und Liebe: Wurzeln der Lebensbejahung, in: Andreas Resch: Psyche und Geist (Imago Mundi; 10). Innsbruch: Resch, 1986.
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